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Picture of Banja Luka 

Balkan: Šta vaše srce želi ( „Was das Herz begehrt“)

Sie lag in seinen Armen. Sich in seiner Nähe zu befinden, bekam ihr immer gut. Er tat alles für sie, damit sie glücklich ist, was ihr meist schwer fiel, denn sie hatte viele Probleme zu hause. Doch meistens schaffte er, dem traurigen Mädchen ein lächeln auf ihr müdes Gesicht zu zaubern. Trotzdem wusste ihre Familie nichts von ihren Freund, obwohl sie schon seit 4 Jahren ein Paar waren. Sie fürchte sich vor ihrer Familie, weil sie sehr streng waren und ihren Freund verabscheuten würden, denn ihre Völker waren zerstritten und führten Krieg. Dies blieb ihrer Familie besonders im Gedächtnis. Er strich seine Hand durch ihr Haar und küsste sie zärtlich. Sie musste immer kichern, wenn sie von ihm geküsst wurde und dies tat er oft. Sie stand auf und wollte aus seiner Wohnung raus. Ihre Familie durfte natürlich keinen Verdacht schöpfen. Bevor sie aus die Tür trat, packte er sie und zog sie an sich. Er küsste sie erst und flüsterte ihr: „Erzähl ihnen endlich von uns. Molim Te.“ Sie lächelte müde und ging durch die Tür. Nach einer kurzen Busfahrt war sie zu Haus. Sie öffnete die Tür und sah ihren Vater lachend auf der Couch. Sie atmete tief ein und ging zu ihm hin. Ihr Vater begrüßte sie herzlichst und gab ihr ein Kuss auf die Wange. Er roch nach Rakija, während eine leere Flasche und Schnapsgläser auf dem Tisch standen. Sie fasste sich ein Herz und nutzte die Gelegenheit, dass ihr Vater gute Laune hatte. Sie sprach sich aus und erzählte ihm alles. Sie war erleichtert und ihr Vater war ruhig. Er schaute auf die leere Flasche. Plötzlich schmiss er die Flasche durch den Raum. Er schrie rum und wollte eine Antwort, wieso sie sich mit jemanden wie ihn abgebe. Sie fing an, zu weinen. Sie rannte aus der Wohnung raus. Ihr Vater schrie ihr noch hinterher, dass sie sich nie mehr Blicken solle. Sie wanderte durch die Straßen und kam am Ende an seiner Tür. Sie versuchte ihre Tränen zu unterdrücken, doch sie brach vor ihn zusammen. „Es tut mir leid. Ich kann nicht mehr. Ich hasse meine Familie und will endlich raus hier.“, tuschelte sie, als sie ihre tränenbefeuchten Augen schloss. Er erwiderte flüsternd: „Du brauchst dich für nichts zu entschuldigen! Ich werde alles tun, damit du glücklich wirst.“ Bevor sie einschlief, küsste er ihre Stirn und trug sie auf Händen. Die ganze Nacht schlief sie sehr unruhig und träumte schlecht. Plötzlich wachte sie auf und schwitzte. Jedoch kam der Schweiß nicht vom schlechten träumen, sondern von der kochende Hitze. Sie sah sich um und fand ihren Freund am Lenkrad und sich selbst auf dem Beifahrerplatz vor. Mit einer Sonnenbrille lächelte er seine Frau an. Sie stützte sich auf und schaute ihn verwirrt an. Sanft ihr Gesicht streichelnd sagte er: „Erinnerst du dich? Wir wollten schon lange verreisen. Nun tun wir es auch. Nur du und ich. Durch unsere Heimaten und durch das Herz des Balkans.“ Wieso dieses Paar durch den Balkan reiste? Sie taten es, weil sie es nur für sich taten und weil in ihren Augen der Balkan die schönste Region in Europa sei. Sie fuhren durch Zagreb und kauften sich dort modische Klamotten. Sie gingen durch die Altstadt und ließen sich von der Straßenbahn Chauffeuren. Als nächstes fuhren sie durch die ländliche Region Vojvodina und genießten die Landschaft. Durch die Metropole Belgrad fuhren sie nach Burgas an die Küste des Schwarzen Meeres. Nachdem sie den Strand genossen, fuhren sie durch Skopje und Tirana. In diesen Städten konnten sie sich entspannen. Wirklich schöne waren es. Nach einem kurzen Abstecher in Budva, um nochmal am Strand zu sein und die Adrianische Küste zu bewundern, blieben sie in Banja Luka. Auf der gepflasterten Straße gingen sie einen Berg hinauf. Hand in Hand sagte sie lächelnd: „Danke dir, dass du mich mitgenommen hast und mich all diesen Schmerz vergessen lässt.“ Stillschweigend lächelte er sie an. Oben angekommen sah man drei Gotteshäuser dicht bei einander. Eine Mosche, eine Katholische Kirche sowie eine Orthodoxe Kirche. Sie waren dicht beieinander und sahen so friedlich aus. Er zog sie weiter. Vor den göttlichen Gebäuden war ein Blumengarten. Verschiedene Blumen wuchsen hier und wurden von verschiedenen Geistlichen gepflegt. Sie ging in den Garten rein und bewunderte sie allesamt. Als sie sich umdrehte, kniete ihr Freund vor ihr. Lächelnd und verwirrt zugleich fragte sie, was er dort tue. Mit einen nervösen lächeln sagte er: „Wir sind zwar verschiedener Glaubensrichtung und verschiedenere Nationalität, aber ich liebe dich und werde es immer tun. Du hasst deine Familie. Deshalb werden wir eine neue Gründen und diese wirst du lieben. Ich will für immer mit dir zusammen sein und dich jeden Tag glücklich machen. Ich hoffe, dass diese Reise ein schöner Anfang war und hoffe, dass sie niemals enden wird!“ Aus seiner Tasche holte er einen Ring und hielt ihr den Ring vor. Der kleine Diamant im weiß –goldenem Ring schimmerte in der Abendsonne. Ihr liefen Tränen über die Wange und sie nickte überglücklich. Sie sprang in seine Arme und küsste ihn herzlichst. Es gab Applaus von den Passanten und den Geistlichen. Beide lachten eng umarmend über ihr Glück. Mit Euphorie  hörte man noch: „Ich freue mich schon auf die Hochzeit!“ 

11 Anmerkungen

  1. denken-und-schreiben hat diesen Eintrag von vlad-der-dritte gerebloggt
  2. soulrap hat diesen Eintrag von balkanherz gerebloggt
  3. balkanherz hat diesen Eintrag von vlad-der-dritte gerebloggt
  4. fastforward60 hat diesen Eintrag von vlad-der-dritte gerebloggt
  5. von vlad-der-dritte gepostet
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